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Countdown zur #mdd33

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Duman - morgen

 

Es ist Mitternacht. Hier beginnt unsere Geschichte. „Unsere”, obwohl die Geschichte von uns Menschen zeitlich gesehen, ohne Bedeutung ist. In unserer Mitternacht ist der blaue Planet, der noch nicht blau ist, flüssig. Dann kühlt er ab und die Erdkruste bildet sich. An einigen Stellen ist sie jedoch so dünn, dass die Kräfte der Erde mit unglaublicher Gewalt an die Oberfläche dringen, wie in Island. Doch gehen wir der Reihe nach: Der Mond geht auf und in den ersten Stunden laufen auf unserer hypothetischen Uhr die tollsten Dinge ab, ein Meteoritenhagel und heftige Zusammenstöße mit anderen Himmelskörpern zum Beispiel. Die Uhrzeiger stehen nun auf vier Uhr nachts und auf dem Planeten beginnt das Leben. Dann vergehen nur ein paar Milliarden Jahre und um zwei Uhr nachmittags geschieht ein Wunder: Algen mit einer einzigen selbständigen Zelle entstehen. Die Geschichte ist unaufhörlich, ununterbrochen und es fehlt nur noch eine Stunde bis Mitternacht: Die Dinosaurier erscheinen - der Turbo ist aktiviert - und die Säugetiere kommen zwanzig Minuten vor 24 Uhr auf die Welt. Ein paar Minuten später kommen wir, in all unserer Pracht, und zwischen einer Umweltzerstörung und der nächsten gelingt es uns in kürzester Zeit, das gesamte Ökosystem der Erde zu gefährden. Ein Ökosystem, das sich in „nur“ fünfeinhalb Milliarden Jahren kraftvoll und hartnäckig entwickelt hat. Die sogenannte Menschheit ist entschlossen: Verzweifelt und beharrlich zerstört sie den Planeten, dessen Schicksal, wenn es so weitergeht, nur ein bevorstehender Zerfall sein kann. Bald ist es Mitternacht. Und morgen? Wenn man weiter in räumlich-zeitlichen Begriffen denkt, erscheinen wir vollkommen unbedeutend, obwohl wir so hochmütig, arrogant und unausstehlich sind: In nur 250 Millionen Jahren bleibt nichts mehr von unserer Gegenwart über. Doch ohne zu weit voranzuschreiten, wenn man überlegt vorangeht, könnten wir noch ein paar Hundert Jahre, die auf unserer 24-Stunden-Uhr wenigen tausendstel Sekunden entsprechen, überleben. Es gibt jedoch ein „Aber“: der Mensch verfügt über eine außergewöhnlich große Intelligenz und mit den Gedanken an einen nicht allzu fernen Morgen, schlage ich vor einen Augenblick innezuhalten und zu überlegen. Was halten Sie davon?


Michil Costa

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